Presse
DARK-FESTIVALS.de // Review Trümmerwelt vom 17.10.2010
DARK-FESTIVALS.de // Review Trümmerwelt vom 17.10.2010
Die pfälzische Gruppe Blutgericht spielt eine eigenwillige Mischung aus Metal und Neuer Deutscher Härte. Zu hören gibt es diesen Stil auf ihrem morgen erscheinenden Album “Trümmerwelt”. Hier erfahrt ihr mehr zu der CD. Ein Intro und elf allesamt deutschsprachige Lieder haben Blutgericht auf ihr Album gepackt. Hörer des Werks erwartet ein charakteristisches Klangbild bestehend aus einem Metal-Grundgerüst, das mit Elementen der Neuen Deutschen Härte durchzogen wurde. Diesen markanten Sound bieten Blutgericht mit diversen Facetten dar. Mal sind eher ruhige Midtempo-Phasen zu hören, mal klingen Passagen nach “einfach voll drauf los” und hämmern sogar mit Anflügen von Blastbeats aus den Boxen.
Im Allgemeinen bleiben Blutgericht aber ziemlich melodisch. Hierfür sorgen vor allem die stark im Vordergrund spielenden Gitarren. Gesanglich fahren Blutgericht zweigleisig. Es ist sowohl melodischer Klargesang zu hören als auch härterer, vergleichsweise schreiend vorgetragener Gesang, der jedoch nichts mit Screams im Sinne des gutturalen Gesangsstils zu tun hat.
Die auf “Trümmerwelt” gezeigten musikalischen Fertigkeiten sind grundsolide, wirklich hervorstechende Passagen wie Soli oder Ähnliches findet man allerdings nicht.
Der große Pluspunkt des Albums ist, dass Blutgericht hier wirklich einen eigenen Stil gefunden haben. Ihr markanter, gut wiedererkennbarer Klang hebt die Gruppe ein Stück weit von der Masse der Newcomer-Bands ab.
Problematisch ist hingegen, dass “Trümmerwelt” noch nicht sehr ausgereift klingt. Es fehlt an Variation der Stücke untereinander. Zwar zeigen sich Blutgericht sowohl von einer härteren als auch von einer weicheren Seite, dieser immer wiederkehrende Wechsel alleine bewahrt aber über die Dauer von elf Lieder hinweg nicht vor gewissen Ermüdungserscheinungen. Mit ein wenig Feinschliff hat die Band hier in Zukunft aber sicher noch Luft nach oben.
Fazit:
“Trümmerwelt” siedelt rein spieltechnisch zwar “nur” im oberen Mittelfeld, wartet aber mit einem frischen, unverbrauchten Stil auf.
Wer sich für den Gerne-Mix aus Metal und NDH interessiert, kann den Blick ruhig wagen.
Rezension: Stefan Frühauf Quelle: www.dark-festivals.de
METAL INSIDE // Review Trümmerwelt vom 25.10.2010
METAL INSIDE // Review Trümmerwelt vom 25.10.2010
BLUTGERICHT aus Rheinland-Pfalz legen mit „Trümmerwelt“ einen guten und vor allem sehr abwechslungsreichen Longplayer vor. „Trümmerwelt“ sollte vor allem Fans von den alten OOMPH! („D-efekt“, „Sperm“) oder DIE ALLERGIE („Virus III oder „Dunkle Lieder….“) erfreuen. Die 12 Songs sind durchgehend gut arrangiert und die hervorragenden deutschen Texte tragen zu einem sehr guten Gesamtbild bei. Besonders die flexiblen Vocals von Konrad geben den Songs das gewisse etwas und tragen zu einem eigenständigen Erscheinungsbild bei. Besonders hervorzuheben ist der Opener „Trümmerwelt“, der direkt klar macht, dass BLUTGERICHT mit Ihrem aktuellen Output keine Gefangenen machen.
Besonders das abwechslungsreiche Arrangement des Songs hat es mir angetan: Blast Parts wechseln sich mit melodiösen Parts ab. Kommt da nicht ab und zu ein bisschen STRAPPING YOUNG LAD durch? „Für Immer“ mosht gut durch die Gegend und garantiert besonders Live einen Circle Pit der sich gewaschen hat, da bin ich mir sicher. Besonders die Double Base-Parts und die sehr starken Refrains bei den Song „Alles“ und „Ein Einzelner Mann“ ballern gut nach vorne los und stellen einen weiteren Hörgenuss des Outputs dar.
Ist das Alles schon gewesen? Definitiv nein – denn BLUTGERICHT sind nicht nur „Perverse Märchenschreiber“ sondern warten auch mit einer guten Produktion auf, welche Druckvoll und tight aus den Boxen schlägt. Ich gehe mal davon aus, dass „Trümmerwelt“ nicht der letzte Output von BLUTGERICHT sein wird und hoffe, dass sich bald ein Label finden wird, welches die Band ordentlich nach vorne bringt. Potential ist auf jeden Fall im Überfluss da – keine Frage. Zudem kann man festhalten, dass mit BLUTGERICHT die NDH wieder zurück ist – stärker denn je! (ah)
Quelle: www.metal-inside.de
METAL.de // Review Trümmerwelt vom 06.11.2010
METAL.de // Review Trümmerwelt vom 06.11.2010
Hart, härter, neue deutsche Härte! BLUTGERICHT wollen und geben alles. Deutsche Texte, eine gewisse martialische Grundhaltung und dazu jede Menge Dampf. Soweit so gut. Weitere Zutaten bestehen aus allem, was der Musikschrank zu bieten hat. Das erste Stück und gleichzeitig Titeltrack, “Trümmerwelt” beginnt beispielsweise mit astreinem Black-Metal-Geblaste und geht dann in Heavy-Metal-Gefilde über. Das Gute daran ist das Gute darin, nämlich der vielbeschworene rote Faden, an dem sie sich beständig entlanghangeln.
Gesanglich gibt es zwei Gesichter. Zum einen die Shouts und Screams…Verzeihung, wir haben es ja mit neuer deutscher Härte zu tun…Zum einen die Rufe und Schreie, weche einwandfrei in das Gesamtbild passen, zum anderen den klaren Gesang. Ein Sorgenkind, das eigentlich keines sein müsste. Nehmen wir den Track “Tyrann”. Dissonanzen um der Kunst Willen in allen Ehren, aber das hier ist ein Witz. Bitte werter Schreihals, bleibe bei den Rufen und den Schreien. Oder nehme professionellen Gesangsunterricht.
Gesang hin, Geschrei her, BLUTGERICHT machen gute Musik. Ehrlich gesagt: Sie rocken. Auch wenn der Sound verständlicherweise nicht der beste ist. Viel Melodie und viele gute Riffs lassen Songs wie “Alles”, “Übermutter” oder “Was Willst Du Mehr”(inkl. verstecktem Part am Ende) prima reinlaufen und machen entsprechend Bock auf mehr. Wenn nur der klare Gesang nicht wär’. Das reimt sich. Und schon Pumuckl wusste, dass alles gut ist, was sich reimt. In diesem Sinne. Rock on.
Quelle: www.metal.de